„Die Datenfresser“ von Constanze Kurz und Frank Rieger

Im Klappentext steht geschrieben: „Der Wegweiser zur digitalen Mündigkeit“. Und in der Tat ist dieses Werk ein guter umfangreicher Einblick in die Wirkung und Einflußnahme unserer derzeitigen großen Digitalkonzerne.

Eine beispielhafte Firma veranschaulicht Abläufe und Vorgehensweisen der neuartigen digitalen Wertschöpfung in der nicht Güter oder Wissen das geldwerte Mittel sind sondern die Daten der Benutzer und Konsumenten.

Dystopisch wird der Einsatz von Algorithmen für diese neuartige Ökonomie beschrieben, eine durch-digitalisierte Welt ermöglicht es Optimierungsalgorithmen in noch nie dagewesenem Umfang Potentiale zur Effizienzsteigerung zu ermitteln.

Mehr und mehr werden auf der Basis der Daten, die durch die durchdigitalisierten Geschäftsprozesse anfallen, Modelle erstellt, aus denen Normwerte für eine Arbeitshandlung abgeleitet werden. Dieser Normwert, der zwangsläufig Rahmenbedingungen ignoriert, die sich (noch) nicht digital erfassen lassen, wird dann zum Maßstab für die Arbeitenden

Kapitel 2, Abschnitt „Die neue Planwirtschaft“

In Kapitel 3 gibt es eine treffsichere Bewertung des wolkigen Begriffes Cloud-Computing:

Das was heute gern als „Cloud-Computing“ bezeichnet wird, ist nichts weiter als die einfache Anmietung von Computerkapazität und Standardsoftware auf verteilten Servern, die irgendwo auf der Welt in einem großen Rechenzentrum stehen

Kapitel 3, Abschnitt „Wolkiges Gedächtnis“
  • 270 Seiten
  • Erscheinungsjahr 2011
  • Verlag S. Fischer

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