„The Pentium Chronicles“ von Robert P. Colwell

Für Mikroprozessor-Fans eine interessante Lektüre verfasst von Robert P. Colwell
(als Chef und co-Chefarchitekt beteiligt bei Intel von 1990-2000 – https://en.wikipedia.org/wiki/Bob_Colwell) über die Entwicklung an der P6 und Pentium 4 Mikroprozessorarchitektur.

In den Jahren 1995 bis 1999 wurde bei Intel die P6 Architektur (http://qcd.phys.cmu.edu/QCDcluster/intel/vtune/reference/P6_family_micro-architecture.htm) entwickelt, (als Pentium
Nachfolgearchitektur die erste out-of-order, superskalare Architektur) die in den Produkten
Pentium Pro, Pentium II, Pentium 3 und auch in veränderter Form in Centrino Niederklang
gefunden hat. Ab 2006 kam in entfernter Form diese Architektur in der Core-Mikroarchitektur
zum Einsatz.

Die Pentium 4 Linie hat es nicht lange gemacht (2000-2006), NetBurst (http://qcd.phys.cmu.edu/QCDcluster/intel/vtune/reference/Intel(R)_Netburst(TM)_Micro_Architecture.htm) war thermisch (höherer Stromverbrauch, größere Wärmeentwicklung) und performance-mässig nicht der durchschlagende Erfolg (legacy und FPU-lastiger Code war kaum schneller als auf dem Vorgänger) und hatte nicht die lange „Lebenslinie“ wie die P6 Architektur.

Die 4 Phasen eines derart Riesen-Projektes sind der rote Faden des Buches:
Konzept, Verfeinerung, Realisierung, Produktion.

Die Einblicke in die Firmenkultur des früheren Intel Konzerns sind interessant und oftmals
sehr Projekt-orientiert. Es ist ein Buch mit geringem technischen Anspruchs was CPU-Bau
anbelangt, da im Bereich der Projekt-Abläufe Robert Colwell seinen Schwerpunkt setzt.

Empfehlenswert für Intel/CPU Geeks 🙂

  • Soft-Cover
  • 182 Seiten
  • Verlag: JohnWiley
  • lob.deWiley

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